Godefred Markgraf v. Eenham[1]

Mannelijk ca. 935 - ca. 1005  (~ 70 jaren)


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  • Naam Godefred Markgraf v. Eenham 
    Geboren ca. 935 
    Geslacht Mannelijk 
    Overleden ca. 4 sep 1005 
    Persoon-ID I9699  kleinkinderen
    Laatst gewijzigd op 1 jan 1970 

    Vader Gozelo Graf im Bidgau,   geb. ca. 910,   ovl. ca. 943  (Leeftijd ~ 33 jaren) 
    Moeder Uda im Metzgau,   geb. ca. 905,   ovl. vóór 963  (Leeftijd ~ 57 jaren) 
    Gezins-ID F4081  Gezinsblad

    Gezin Mathilde Billung,   ovl. 26 mei 1008 
    Kinderen 
     1. Gozelo I Herzog v. Niederlothringen Markgraf v. Antwerpen,   geb. ca. 970,   ovl. 19 apr 1044  (Leeftijd ~ 74 jaren)
    Laatst gewijzigd op 30 aug 2014 
    Gezins-ID F4080  Gezinsblad

  • Aantekeningen 
    • Gottfried ist faßbar zunächst als Graf (und Vogt) von Verdun seit 960/65; auch hatte er die Grafschaften des Bidgau und Methingau inne; als reich begütertes Mitglied seines Hauses war er ebenfalls Vogt der Abteien St-Hubert und Mouzon.
    • Ab 969 erlangte er die Position des Grafen und Markgrafen von Ename und Antwerpen, wodurch er zum bedeutendsten Fürsten an der (nieder-)lothringischen Grenze des Imperiums wurde. Im Dienste der drei OTTONEN-Herrscher kämpfte er gegen die
      Grafen von Hennegau, wurde 985 bei Verdun im Kampf gegen das Heer König Lothars I. von Frankreich gefangengenommen und kam erst 987 wieder frei, nachdem er die Grafen von Champagne, die ihn gefangenhielten, Besitzungen abgetreten hatte.
      995 nahm Gottfried der Gefangene an der Synode von Mouzon teil. - Seine Kinder übten hohe Würden aus: Gottfried und Gozelo waren Herzöge von Nieder-Lothringen, Hermann Graf von Ename, Friedrich Graf von Verdun und Mönch von St-Vanne,
      Adalbero Bischof von Verdun (983-988/89); Ermengarde heiratete Graf Otto von Hammerstein (Hammersteiner Ehe).
    • In der Bischofsstadt Verdun, deren Handel bedeutende Einkünfte erbrachte, gebot Gottfried (+ nach 995) als Graf. Seine Gemahlin war die Witwe Balduins von Flandern. OTTO II. erhob den kriegskundigen Mann zum Markgrafen an der Schelde. Wie
      in den Tagen der KAROLINGER verknüpfte seitdem die Maas das Moselland mit den Gauen nördlich der waldreichen Gebirge. Gottfried und sein Bruder, Erzbischof Adalbero von Reims (969-989), der Begründer von Frankreichs bedeutendster Schule,
      sahen sich zeitlebens in die inneren Auseinandersetzungen des Nachbarreiches verwickelt. Sie unterstützten die verwandten KAPETINGER gegen ihre karolingischen Rivalen und mühten sich nach deren erfolgreicher Abwehr um die Sicherung der
      Grenze gegen Übergriffe des Hauses VERMANDOIS. Als die Franzosen 985 Verdun erstürmten, geriet Gottfried in Gefangenschaft. Der Erzbischof wurde als Hochverräter vor Gericht gestellt. Erst durch Hugo Capets Thronbesteigung erlangten beide
      987 die Freiheit zurück. Adalbero krönte den König. Gottfried stellte die Reichsrechte an der Maas in vollem Umfange wieder her, und es gelang ihm auch, die zum Hause VERMANDOIS gehörende Linie der Grafen von Chiny aus Grafschaften und
      Vogteien um Dun, Montfaucon, Mouzon, Ivois, Warq und Mezieres zu verdrängen. Im befreiten Verdun bestieg sein längst investierter Sohn Adalbero endlich den Bischofsstuhl.
    • Nach der Verbannung der REGINARE übernahm Gottfried die Sicherung der Reichsgrenzen zwischen Ivois und Givet, gräfliche Rechte im Hennegau sowie die Brabanter Mark nördlich von Valenciennes zwischen Schelde und Dender um die Burg Eename.
      Dazu erwarb er 977 das uneinnehmbare Bouillon am Semois samt Vogtei über das Ardennerkloster St. Hubert. Dieses stattliche Erbe erfuhr durch Gottfrieds Söhne trotz der Preisgabe des Hennegau (998) nochmals eine beträchtliche Erweiterung.
    • Mohr Walter: Band I Seite 59-62
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    • "Geschichte des Herzogtums Lothringen"
    • Nach der Übergabe OTTOS III. an seine Mutter auf dem Tag zu Rara am 29. Juni 984 kam es in Lothringen zu einem neuen Aufschwung für die kaiserliche Partei. An ihre Spitze traten Herzog Dietrich von Ober-Lothringen und Graf Gottfried von
      Verdun. Von weiteren Parteigängern sind bekannt: Siegfried von Luxemburg und die Grafen Bardo und Gozelo, die ihrerseits Neffen des Grafen von Verdun waren. Zunächst widmeten sie sich der Wiedereroberung von Verdun, die wahrscheinlich Ende
      September 984 gelang. Etwa zur gleichen Zeit war es dem kaiserlichen Hofe durch den Tod Bischof Dietrichs von Metz möglich, die kaiserliche Partei in Lothringen weiter zu stärken. Das erledigte Bistum wurde Adalbero, dem Sohn der Herzogin
      Beatrix, übertragen, der zuvor schon zum Bischof von Verdun ausersehen worden war, aber durch den Tod OTTOS II. seine dortige Anerkennung noch nicht erhalten hatte. Auch nach Verdun kam als Bischof ein Anhänger der kaiserlichen Partei, ein
      weiterer Adalbero, Sohn des Grafen Gottfried von Verdun. Um diese Stadt entwickelte sich in einem prinzipiell gearteten Sinne die Auseinandersetzung mit dem westfränkischen König. Er hat zu Ende des Jahres 984 mit den Vorbereitungen zur
      Rückeroberung begonnen. Auf der Gegenseite hat man sich eifrig zur Verteidigung gerüstet. Der Angriff Lothars war erfolgreich. Bei der Übergabe gerieten die Verteidiger, darunter Herzog Dietrich von Ober-Lothringen, Graf Siegfried von
      Luxemburg und Graf Gottfried von Verdun in Gefangenschaft. Lothar hat seine Aktion nicht weitergeführt, er ist wieder ins westfränkische Reich zurückgekehrt.
    • Von westfränkischer Seite scheint man gehofft zuhaben, dass die immer noch gefangenen Grafen Gottfried von Verdun und Siegfried von Luxemburg nachgeben würden. Nach den Worten des Gerbert von Aurillac konnten nach dem Tode König Lothars
      alle einst in Gefangenschaft geratenen Lothringer mit Ausnahme des Grafen Gottfried von Verdun entkommen. Diesem hat man für eine Freilassung so harte Bedingungen gestellt, dass er es vorzog, in Gefangenschaft zu bleiben.
    • Allerdings hatte Theophanu offensichtlich auf eine weitere Unterstützung des noch immer gefangen gehaltenen Grafen Gottfried von Verdun verzichten müssen, er wurde in diesen Abmachungen nicht erwähnt. So war er allein auf die Hilfe seines
      Bruders, des Erzbischofs Adalbero von Reims, angewiesen. Indes hat dieser wohl beim neuen König erreicht, dass den Grafen Otto und Herbert von Vermandois, die Gottfried gefangenhielten, eine Mahnung zum Nachgeben zukam. Die beiden suchten
      indes die Situation noch entsprechend für ihre eigenen Vorteile zu nutzen. Gottfrieds Sohn, der Bischof von Verdun, mußte ihnen einige Besitzungen der Kirche von Verdun unterstellen mit der Ermächtigung, dort Burgen bauen zu dürfen.
      Gottfried hat wohl beim Eingehen dieser Bedingungen gehofft, vom kaiserlichen Hof würden diese Abmachungen nicht bestätigt werden. Sein Bruder, Erzbischof Adalbero von Reims, hat auch diesbezüglich bei Kaiserin Theophanu interveniert. Wir
      wissen allerdings nichts über den Ausgang der Sache. Man nimmt an, dass noch weitere gefangen gehaltene lothringische Große ihre Freiheit mit ähnlichen Landabtretungen erkaufen mußten, womit man die Tatsache erklären will, dass die
      Besitzungen des Hauses VERMANDOIS sich so weit nach Lothringen hinein erstreckten.

  • Bronnen 
    1. [S187] Adel site v.d. universiteit v. Erlangen, 205264.